Unsere Positionen

Für viele engagierte Fachleute ist es ein Bedürfnis, mit ihrer fachlichen Kompetenz dem Wasser eine Stimme zu geben. Sie organisieren sich deshalb in der Gemeinschaft 4aqua und unterstützen deren Aktivitäten mit ihrem Namen. 4aqua will den wirksamen, nachhaltigen und vorsorgeorientierten Schutz und Erhalt der Schweizer Gewässer und Trinkwasserressourcen sicherstellen. 

   Vorbeugen ist besser als Heilen

Die meisten gewässerschädlichen Stoffe gehören in bewilligungspflichtige Produktgruppen, namentlich Pflanzenschutzmittel, Biozide, Human- und Tierarzneimittel. Wir setzen uns dafür ein, dass bereits bei der Produktprüfung der Gewässerschutz und insbesondere der Schutz des Trinkwassers mehr Beachtung finden. Schädliche Stoffe, die in die Umwelt gelangen, sollen gar nicht erst zugelassen oder in der Anwendung beschränkt werden. Bereits zugelassene sind möglichst aus dem Verkehr zu ziehen. Alternativen sind meist vorhanden.

  „End of Pipe“ ist Notlösung

Als „End of Pipe“-Lösung („am Ende des Rohrs“) bezeichnet man die Reinigung von Wasser, wenn die Schadstoffe bereits ins Wasser oder Gewässer gelangt sind. Je grossräumiger Schadstoffe verteilt sind, desto schwieriger und teurer wird es. Einigermassen machbar ist etwa die Reinigung von Abwasser aus der Kanalisation in einer Abwasserreinigungsanlage (Bsp. vierte Reinigungsstufe für Mikroverunreinigungen). End of Pipe-Lösungen sind aber meist nur (teure) Notlösungen.

  Trinkwasser im Fokus

Durch andauernde Stoffeinträge ins Grundwasser (Bsp. Nitrat, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Altlasten) ist das Trinkwasser an vielen Orten so belastet, dass die Grundwasserfassungen ausser Betrieb genommen werden oder eine teure Wasseraufbereitung eingerichtet werden muss. Wir setzen uns dafür ein, dass Trinkwasser ohne aufwändige Aufbereitung sicher an die KonsumentInnen abgegeben werden kann. Auch noch in 100 oder 1’000 Jahren.

  Überdüngung der Gewässer senken

Im Mittelland, Jura und Tessin sind das Grundwasser und Oberflächengewässer weiträumig überdüngt. Etliche Mittelland-Seen (Bsp. Zugersee, Sempachersee) müssen mit Sauerstoff künstlich beatmet werden, damit das Ökosystem nicht kollabiert. Wir wollen die Stellhebel in die Position „Düngereintrag senken“ bewegen.

  Gewässer als Ökosysteme begreifen

Gewässer sind nicht nur Ansammlungen von Wasser, sondern Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Die meisten, vor allem die kleineren Oberflächengewässer ausserhalb der Alpen sind aber biologisch stark verarmt. Zum qualitativen Gewässerschutz gehört deshalb auch die Fernhaltung von ökotoxischen Stoffen. Hierzu setzen wir insbesondere auf die Stossrichtung „Vorbeugen ist besser als Heilen“.
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